Cistus

Cistus incanus: Was die Zistrose ist und was Studien zeigen

11 Min. LesezeitAndreas Lücking von Andreas Lücking

HEXAVITAL Ratgeber: Cistus incanus: Was die Zistrose ist und was Studien zeigen

Die kurze Antwort

Cistus incanus ist die Graubehaarte Zistrose, ein Strauch aus dem Mittelmeerraum. Ihre Blätter und Triebe enthalten viele Polyphenole und werden als Tee, in Kapseln oder Lutschtabletten angeboten. Für Lebensmittel mit Zistrose gibt es keine zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben. Die Studienlage am Menschen ist dünn.

Das Wichtigste in Kürze

  1. 01Die Gattung Cistus umfasst rund 24 Arten, im Handel finden sich vor allem Cistus x incanus und Cistus creticus.
  2. 02Als prägende Inhaltsstoffe gelten Polyphenole, darunter Ellagitannine und Flavonoide.
  3. 03Für Nahrungsergänzungsmittel mit Zistrose ist keine gesundheitsbezogene Werbeaussage erlaubt; die EFSA hielt die beantragte Angabe für nicht ausreichend belegt.
  4. 04Zistrosen-Tee ist nur für eine bestimmte Sorte ausdrücklich als Lebensmittel zugelassen, mit einer Obergrenze von 3 g Kraut pro Tag.
  5. 05Kinder unter 12 Jahren, Schwangere und Stillende sollten laut Verbraucherzentrale auf Zistrose-Produkte verzichten.

Was ist Cistus incanus?

Cistus incanus ist der botanische Name der Graubehaarten Zistrose. Sie gehört zur Familie der Zistrosengewächse (Cistaceae) und wächst als immergrüner, buschiger Strauch im Mittelmeerraum [2]. Die Pflanze wird bis zu 1,5 Meter hoch und blüht von April bis Juni [2].

Die Gattung Cistus zählt etwa 24 Arten mit weißen, rosa oder lila Blüten [2]. In Nahrungsergänzungsmitteln kommen vor allem Cistus x incanus und Cistus creticus vor [1]. Die Namen werden in Handel und Literatur nicht einheitlich verwendet, was den Überblick erschwert.

Verwendet werden die getrockneten Blätter und jungen Triebe, etwa als Tee, als Extrakt in Kapseln oder in Lutschtabletten [1]. Im Deutschen heißt die Pflanze meist schlicht Zistrose, im Handel liest du oft Cistus Tee oder Cistus incanus Tee.

Graubehaarte Zistrose (Cistus incanus) mit rosa Blüten an einem mediterranen Hang
Die Graubehaarte Zistrose wächst als immergrüner Strauch an trockenen Hängen des Mittelmeerraums und blüht rosa.
ca. 24Arten umfasst die Gattung Cistus [2]
1,5 mhoch wird der Strauch höchstens [2]
29verschiedene Polyphenole fand die TU Dresden in vier Handelstees [3]
3 gKraut pro Tag gelten als Höchstmenge für den zugelassenen Pandalis-Tee [1]

Polyphenole: Was in der Zistrose steckt

Als Hauptinhaltsstoffe der Zistrose gelten Polyphenole, zu denen auch Gerbstoffe zählen [2]. Eine Analyse der TU Dresden fand in vier handelsüblichen Cistus-incanus-Tees 29 verschiedene Polyphenole, darunter Ellagitannine, Flavanole und Flavonol-Glykoside [3]. Die Tees unterschieden sich dabei nur in der Menge, nicht in der Art der Stoffe [3].

Polyphenole sind keine Besonderheit der Zistrose. Sie stecken auch in Trauben, Grüntee, Granatapfel oder Aronia und in nahezu allen Obst- und Gemüsesorten [1].

Viele Packungen nennen einen Polyphenolgehalt. Laut Verbraucherzentrale erlaubt das zwar einen gewissen Vergleich zwischen Produkten, hilft aber wenig weiter, weil es für sekundäre Pflanzenstoffe keine offizielle Zufuhrempfehlung gibt [1]. Ein Wert wie „200 mg Polyphenole“ sagt also etwas über den Inhalt, nicht über eine Wirkung.

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Cistus incanus als Tee: Was erlaubt ist

Tee ist die bekannteste Form, Zistrose zu verwenden. Rechtlich ist er aber nicht so selbstverständlich, wie es im Supermarktregal wirkt. Im Novel-Food-Katalog der EU gelten Zistrosen als neuartige Lebensmittel, ausgenommen in Nahrungsergänzungsmitteln [1].

Ausdrücklich zugelassen ist bisher nur Kräutertee aus der Sorte Cistus incanus L. Pandalis [1]. Die Zulassung erteilte ursprünglich die tschechische Behörde, beschrieben ist das Erzeugnis als getrocknete, geschnittene oberirdische Pflanzenteile mit jungen Sprossen und holzigen Anteilen [7]. Als Höchstmenge nennt die Verbraucherzentrale 3 g Kraut pro Tag, das entspricht etwa zwei Tassen [1].

Getrocknetes Zistrosenkraut bekommst du außerdem in der Apotheke [1]. Für die Zubereitung hältst du dich am besten an die Angaben auf der Packung. Warum andere Zistrosen-Tees rechtlich umstritten sind, erklären wir ausführlich im Beitrag Warum ist Cistus Tee verboten?.

Cistus Wirkung: Was Studien bisher zeigen

Der Großteil der Forschung zu Cistus incanus findet im Labor statt. In Zell- und Tierversuchen zeigten Polyphenole der Zistrose antivirale Effekte [1]. Eine Laborstudie des Helmholtz Zentrums München beschrieb etwa, dass ein Extrakt in der Zellkultur die Infektion mit HIV-Isolaten hemmte [6]. Solche Ergebnisse lassen sich nicht auf den Menschen übertragen, und schon gar nicht auf eine Tasse Tee.

Studien am Menschen sind selten. Eine randomisierte, placebokontrollierte Untersuchung der Charité mit 160 Erkälteten verglich einen bestimmten Extrakt (CYSTUS052) mit Placebo; der Symptomwert sank in der Extraktgruppe deutlicher [4]. Die Autoren selbst schreiben, dass klinische Studien zu Cistus incanus rar sind [4]. Die Verbraucherzentrale bewertet die wenigen Humanstudien als methodisch umstritten [1].

Eine polnische Pilotstudie ließ 24 gesunde Erwachsene zwölf Wochen lang Cistus-incanus-Tee trinken und maß Blutfettwerte sowie Marker für oxidativen Stress [5]. Mit so wenigen Teilnehmenden ist das ein erster Hinweis, kein Beleg. Eine Untersuchung zur Mundhöhle zeigte, dass Spülungen mit einem Aufguss die anfängliche Bakterienbesiedlung auf Zahnschmelzproben verringerten [3]; dabei ging es um Probekörper, nicht um Erkrankungen.

Ein genauerer Blick auf die Danziger Pilotstudie zeigt, warum Vorsicht angebracht ist. Gemessen wurde zu Beginn sowie nach sechs und zwölf Wochen; die Triglyceride lagen am Ende 14 Prozent niedriger, das HDL-Cholesterin 4 Prozent höher [5]. Eine Kontrollgruppe ist in der Studienbeschreibung nicht erkennbar [5]. Ob die Veränderungen am Tee lagen oder an anderen Einflüssen wie Jahreszeit und Ernährung, lässt sich so nicht trennen.

Unterm Strich: Die Fachzeitschrift PTAheute hält fest, dass die in der Literatur genannten Einsatzgebiete nicht durch ausreichende klinische Studien belegt sind [2]. Daran solltest du Werbeversprechen messen.

Ausgewählte Studien zur Zistrose im Überblick

Studie Wer oder was wurde untersucht? Ergebnis Einordnung
Charité Berlin, 2009 [4] 160 Erwachsene mit Infekt der oberen Atemwege, Extrakt CYSTUS052 gegen Placebo Symptomwert und CRP sanken in der Extraktgruppe deutlicher [4] randomisiert und placebokontrolliert, aber ein spezieller Extrakt, kein Tee
Medizinische Universität Danzig, 2021 [5] 24 gesunde Erwachsene, zwölf Wochen Zistrosen-Tee Veränderungen bei Blutfetten und Oxidationsmarkern [5] kleine Pilotstudie ohne erkennbare Kontrollgruppe
TU Dresden, 2015 [3] vier Handelstees, Spülungen an Zahnschmelzproben weniger anfängliche Bakterienbesiedlung auf den Proben [3] Probekörper, keine Aussage über Erkrankungen
Helmholtz Zentrum München, 2016 [6] Extrakt in der Zellkultur Hemmung von HIV-Isolaten im Labor [6] reiner Laborversuch, nicht auf Menschen übertragbar

Arzneimittel oder Lebensmittel? Die Einordnung

Zistrose gibt es in zwei Welten. Als traditionelles pflanzliches Arzneimittel ist ein genau definierter wässriger Trockenextrakt in Lutschtabletten bei Schleimhautreizungen in Mund und Rachen registriert [1]. Diese Registrierung beruht auf langjähriger Anwendung, nicht auf klinischen Zulassungsstudien [1]. Laut PTAheute ist es das einzige so eingestufte Präparat [2].

Alle anderen Produkte sind Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel. Für sie gibt es keine zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben [1]. Die EFSA hat die einzige beantragte Angabe für Cistus incanus, antioxidative Eigenschaften, als nicht ausreichend belegt eingestuft [1]. Werbung mit Abwehrkräften oder Schutzwirkungen ist für Zistrose-Nahrungsergänzungsmittel deshalb nicht zulässig, Verbraucherzentralen haben Anbieter abgemahnt [1].

Auch wichtig: Extrakte aus Arzneimitteln und aus Lebensmitteln sind nicht vergleichbar [1]. Ein Studienergebnis mit einem Arzneimittel-Extrakt gilt nicht automatisch für eine Kapsel oder einen Tee aus dem Drogeriemarkt.

Cistus Kapseln, Lutschtabletten oder Tee: Die Formen im Überblick

Wer nach Cistus incanus sucht, findet neben Tee auch Kapseln, Lutschtabletten und Sprays. Rechtlich gehören diese Produkte in unterschiedliche Schubladen, und das hat Folgen dafür, was auf der Packung stehen darf. Bei Arzneimitteln ist ein Anwendungsgebiet genannt, bei Lebensmitteln sind Gesundheitsversprechen tabu [1].

Für Tee als herkömmliches Lebensmittel spielt außerdem das Novel-Food-Recht eine Rolle. Ob ein Erzeugnis neuartig ist, müssen Lebensmittelunternehmen laut BVL in eigener Verantwortung prüfen; bei Zweifeln können sie die zuständige Behörde befragen [8]. Zugelassene neuartige Lebensmittel stehen in einer EU-Positivliste, der sogenannten Unionsliste, und dürfen nur unter den dort genannten Bedingungen verkauft werden [8].

Für Sprays mit Zistrose haben wir keine eigene Quelle zur rechtlichen Einordnung gefunden. Prüfe bei solchen Produkten auf der Packung, ob sie als Arzneimittel oder als Lebensmittel angeboten werden, und richte dich nach der Gebrauchsanweisung.

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Tee, Kapsel oder Getränk: Bei der Zistrose entscheidet die Form auch über die Rechtslage.

Zistrose-Produkte und ihre rechtliche Einordnung

Form Einordnung Was das für dich bedeutet
Kräutertee herkömmliches Lebensmittel, als Novel Food zugelassen nur für die Sorte Cistus incanus L. Pandalis [1] Sorte auf der Packung prüfen, höchstens 3 g Kraut am Tag [1]
Kapseln mit Extrakt Nahrungsergänzungsmittel, vom Novel-Food-Status ausgenommen [1] keine Gesundheitsversprechen zulässig, Verzehrempfehlung beachten [1]
Lutschtabletten ein Präparat als traditionelles pflanzliches Arzneimittel registriert [1][2] Anwendungsgebiet steht in der Packungsbeilage, Registrierung beruht auf langer Anwendung [1]
Getränk mit Zistrose als Zutat Nahrungsergänzungsmittel, wenn als solches gekennzeichnet [1] Anteil in Prozent auf dem Etikett, kein Rückschluss aus Studien auf das Getränk

Nebenwirkungen, Wechselwirkungen und Qualität

Wer überempfindlich auf Zistrose reagiert, sollte alle Zistrosen-Produkte meiden; möglich sind allergische Reaktionen, Magenschmerzen und Übelkeit [1]. In Studien mit Zistrosen-Extrakt wurden außerdem Schwindel und Magenbeschwerden genannt [2].

Wegen des hohen Polyphenolgehalts sind Wechselwirkungen mit Medikamenten möglich, untersucht sind sie kaum [2]. Die Verbraucherzentrale rät zu mindestens einer Stunde Abstand zur Einnahme von Arzneimitteln und bei Fragen zum Gespräch in Arztpraxis oder Apotheke [1]. Gerbstoffe sollten nicht dauerhaft in großen Mengen aufgenommen werden, weil sie Verdauung und Nährstoffaufnahme beeinträchtigen können [2].

Kinder unter 12 Jahren, Schwangere und Stillende sollten Zistrose-Produkte wegen fehlender Daten nicht verwenden [1]. Die Stoffliste von Bund und Ländern empfiehlt zudem, den Einsatz von Cistus incanus in Lebensmitteln zu beschränken [1].

Ein Qualitätsproblem ist die Verwechslung der Arten. Eine Untersuchung der Universität Wien aus dem Jahr 2021 ergab, dass sieben von zwölf als Cistus incanus verkauften Produkten von einer weißblühenden Art stammten, für die es keine Teetradition gibt [1]. Für Schadstoffbelastungen gibt es laut Verbraucherzentrale derzeit keine Anhaltspunkte [1]. Achte auf einen Anbieter, der greifbar ist und Art sowie Herkunft klar angibt.

Die folgenden Schritte fassen die Hinweise aus Verbraucherzentrale und Fachpresse zu einer kurzen Checkliste zusammen.

  1. Für dich geeignet?Kinder unter 12 Jahren, Schwangere und Stillende verzichten laut Verbraucherzentrale ganz auf Zistrose [1].
  2. Art und Herkunft prüfenAuf der Packung sollten die genaue Art und ein erreichbarer Anbieter stehen, weil weißblühende Arten ohne Teetradition im Handel aufgetaucht sind [1].
  3. Abstand zu MedikamentenHalte mindestens eine Stunde Abstand zur Einnahme von Arzneimitteln [1].
  4. Menge im Blick behaltenBeim zugelassenen Tee gelten höchstens 3 g Kraut am Tag, bei Nahrungsergänzungsmitteln die Verzehrempfehlung [1]. Gerbstoffe sollten nicht dauerhaft in großen Mengen aufgenommen werden [2].
  5. Auf Reaktionen achtenBei Übelkeit, Magenschmerzen oder allergischen Anzeichen setzt du das Produkt ab und lässt dich beraten [1].

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Je Tagesmenge von 3 × 30 ml enthält der Saft 200 mg Polyphenole. Diese Angabe beschreibt den Inhalt, keine Wirkung. Der Saft ist nicht für Schwangere und Stillende gedacht und gehört außer Reichweite kleiner Kinder. Warum Aloe, Moringa und Zistrose in einer Flasche stecken, liest du unter Aloe Vera mit Moringa und Cistus; alle Säfte findest du in der Übersicht.

Für Menschen, die Medikamente einnehmen, gilt beim Saft dasselbe wie bei anderen Zistrose-Produkten: Die Verbraucherzentrale rät wegen möglicher Wechselwirkungen zu mindestens einer Stunde Abstand zur Arzneimitteleinnahme [1]. Wer unsicher ist, fragt vor dem ersten Glas in der Apotheke nach.

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„Deshalb ist es mir ein großes Anliegen, Menschen aufzuklären und ihnen zu helfen, dies zu erreichen!“

Andreas Lücking, Gründer von HEXAVITAL

Quellen (8)

Alle Belege zu diesem Beitrag anzeigen
  1. Verbraucherzentrale (Projekt Klartext Nahrungsergänzung): Zistrose, abgerufen am 30.10.2026
  2. PTAheute, Deutscher Apotheker Verlag: Zistrose: Wundermittel ohne Medikamentenstatus, abgerufen am 30.10.2026
  3. PubMed, National Library of Medicine: The Polyphenolic Composition of Cistus incanus Herbal Tea and Its Antibacterial and Anti-adherent Activity against Streptococcus mutans (Wittpahl et al., Planta Medica 2015), abgerufen am 30.10.2026
  4. PubMed, National Library of Medicine: Cistus incanus (CYSTUS052) for treating patients with infection of the upper respiratory tract (Kalus et al., Antiviral Research 2009), abgerufen am 30.10.2026
  5. PubMed, National Library of Medicine: The effect of Cistus incanus herbal tea supplementation on oxidative stress markers and lipid profile in healthy adults (Kuchta et al., Cardiology Journal 2021), abgerufen am 30.10.2026
  6. PubMed, National Library of Medicine: Potent in vitro antiviral activity of Cistus incanus extract against HIV and Filoviruses (Rebensburg et al., Scientific Reports 2016), abgerufen am 30.10.2026
  7. Europäische Kommission, Amtsblatt L 33 (Wiedergabe umwelt-online): Durchführungsverordnung (EU) 2022/202 zur Berichtigung der Unionsliste der neuartigen Lebensmittel, abgerufen am 30.10.2026
  8. Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL): Neuartige Lebensmittel (Novel Food), abgerufen am 30.10.2026

Häufige Fragen

Für was ist Cistus incanus gut?

Zistrose wird traditionell als Tee getrunken und ist reich an Polyphenolen. Eine gesundheitsbezogene Werbeaussage ist für Lebensmittel mit Zistrose in der EU nicht zugelassen. Die Forschung findet überwiegend im Labor statt, Studien am Menschen sind selten und klein.

Wie viel Cistus Tee darf man am Tag trinken?

Für den zugelassenen Kräutertee aus der Sorte Cistus incanus L. Pandalis gilt laut Verbraucherzentrale eine Höchstmenge von 3 g Kraut pro Tag. Das sind ungefähr zwei Tassen. Halte dich außerdem an die Angaben auf der Packung.

Was macht Zistrose mit dem Körper?

Das ist beim Menschen kaum erforscht. Es gibt einzelne kleine Studien und viele Laborversuche, aber keine Grundlage für gesicherte Aussagen. Klar ist: Zistrose liefert Polyphenole, wie viele andere Pflanzen auch.

Hat Cistus Nebenwirkungen?

Möglich sind allergische Reaktionen, Magenschmerzen, Übelkeit und Schwindel. Wegen der Polyphenole kann es Wechselwirkungen mit Medikamenten geben, daher wird mindestens eine Stunde Abstand empfohlen. Kinder unter 12 Jahren, Schwangere und Stillende sollten verzichten.

Welche Nebenwirkungen haben Cistus incanus Kapseln?

Für Kapseln gelten dieselben Hinweise wie für andere Zistrose-Produkte: Überempfindlichkeit, Magenbeschwerden und mögliche Wechselwirkungen mit Arzneimitteln. Extrakte können höher konzentriert sein als Tee. Lies die Verzehrempfehlung genau und frag bei Medikamenteneinnahme in der Apotheke nach.

Wann sollte man Cistus einnehmen?

Eine allgemeingültige Empfehlung zur Tageszeit gibt es nicht. Wichtig ist der Abstand von mindestens einer Stunde zu Medikamenten. Bei Nahrungsergänzungsmitteln gilt die Verzehrempfehlung des Herstellers.

Was ist der Unterschied zwischen Cistus incanus und Cistus creticus?

Beide gehören zur Gattung der Zistrosen. Die auf Kreta und in Griechenland traditionell als Tee getrunkene Pflanze ist Cistus creticus, die früher ebenfalls als Cistus incanus bezeichnet wurde. Im Handel werden die Namen nicht einheitlich verwendet.

Sind Cistus Lutschtabletten ein Arzneimittel?

Ein Präparat mit einem genau definierten Trockenextrakt ist als traditionelles pflanzliches Arzneimittel registriert. Andere Lutschtabletten können Nahrungsergänzungsmittel sein. Welche Einordnung gilt, steht auf der Packung.